350 Tage OB Kaufmann – Ein Zwischenfazit

Auch wenn es in letzter Zeit ruhig um uns geworden ist, heißt das nicht, dass wir untätig waren. Wir haben die letzten Monate intensiv an der Beauftragung des Masterplans Glasfaser hingewirkt. Jetzt endlich, nachdem OB Kaufmann fast ein Jahr im Amt ist, ist die Beauftragung durch. Abgesehen davon, dass es am Ende viel zu lang gedauert hat, lief der Prozess allgemein wenig rund. Mit diesem Artikel möchten wir euch eine Zusammenfassung der letzten Wochen geben, die maßgeblich im Ergebnis der öffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses (V-Ausschuss) letzte Woche Donnerstag mündet. Nach Prüfung und Beratung durch den Aufsichtsrat haben die Gesellschafter der LEO Energie GmbH & Co. KG („LEO Energie“) am 07.11.2018 beschlossen, den Masterplan an die MRK Media AG („MRK“) zu vergeben. Die LEO Energie ist eine Tochterfirma der Stadtwerke Leonberg und übernimmt die Aufgaben im Zusammenhang mit der Bereitstellung eines Masterplans.

  • Im Vorfeld zur Sitzung des V-Ausschuss hatten wir einige Punkte aus dem Beschlussvorschlag 2018/249 in einer E-Mail an die Mitglieder des V-Ausschusses richtiggestellt. Als Reaktion erhielten wir eine E-Mail von OB Kaufmann mit der Information, dass der Tagesordnungspunkt (TOP) 9 „Breitbandversorgung – Vergabe Masterplan“ hinfällig sei und daher gestrichen werde. Es erweckte den Anschein, man wollte die öffentliche Diskussion meiden.
  • Die Vergabe des Masterplans wurde in der V-Ausschuss-Sitzung am 15.11.2018 kontrovers diskutiert. Zunächst wollte OB Kaufmann den TOP 9 wie angekündigt absetzen. Nach Antrag der CDU durch Herrn Zander, den TOP auf der Agenda zu belassen, welcher von den Grünen und der FDP unterstützt wurde, blieb der TOP bestehen.
  • CDU und Grüne kritisierten in der Sitzung massiv die Zeitverzögerung bei der Beauftragung. Trotz großem Engagement unsererseits war die Stadtverwaltung nicht in der Lage, die Vergabe in einer akzeptablen Zeitspanne in die Wege zu leiten. Seit Winter 2017/2018 haben wir als Agendagruppe auf die Vergabe gedrängt.
  • Kritisiert wurde von Frau Widmaier (Grüne) und Herrn Zander (CDU) ebenfalls die mangelhafte Einbindung der Agendagruppe Glasfaser in den Vergabeprozess. Die Kritik wurde von EBM Dr. Vonderheid entschieden zurückgewiesen mit der Begründung, er habe noch nie so viel mit Bürgern in Kontakt gestanden wie mit uns. Anmerkung: Es ist korrekt, dass es zwischen den Geschäftsführern der LEO Energie und uns mehrere Treffen gab, in denen wir die Möglichkeit hatten unsere Punkte vorzutragen und Vorschläge zu machen. Es ist aber auch korrekt, dass getroffene Vereinbarungen im Nachgang nicht eingehalten und fokussierte Termine versäumt wurden. Außerdem werden unsere E-Mails gar nicht oder nur sehr zeitverzögert erst auf mehrmalige Nachfrage meist sehr knapp beantwortet, ohne auf alle unsere Punkte einzugehen.
  • Die Agendagruppe war bei Vorgesprächen mit zwei Anbietern involviert: Rala NGN Germany GmbH („Rala“) und RBS wave GmbH („RBS wave“). Beim Entwurf eines Schreibens zur Angebotsaufforderung („Lastenheft“) waren wir ebenfalls beteiligt. Danach wurden wir aber weder in den weiteren Prozess mit einbezogen noch über den Fortschritt wenigstens informiert.
  • So wissen wir trotz mehrmaliger Nachfrage bis heute nicht, welches „Lastenheft“ genau an die Anbieter verschickt wurde und welche unserer Anmerkungen mit eingeflossen sind.
  • Wir hatten uns zusammen mit den Geschäftsführern der LEO Energie in einem Treffen vom 09.08.2018 auf folgende Firmen zur Angebotseinholung verständigt: tkt teleconsult („tkt“), Rala und RBS wave. Dem Beschlussvorschlag der V-Ausschusssitzung ist zu entnehmen, dass statt tkt die Firma MRK Media AG („MRK“) ins Spiel gekommen ist. Wie MRK auf den Plan kam und warum die tkt nicht angeschrieben wurde, wissen wir nicht. Es wäre für uns selbstverständlich in Ordnung gewesen, mit der MRK einen zusätzlichen vierten Anbieter anzuschreiben.
  • Wir akzeptieren und verstehen, dass die Entscheidung, welche Firmen angeschrieben werden und welche beauftragt wird, einzig bei der LEO Energie liegt. Wir hätten uns aber gewünscht, dass man uns im Vorfeld über MRK informiert und im Idealfall nach unserer Meinung gefragt hätte, statt uns und letztlich auch den V-Ausschuss vor vollendete Tatsachen zu setzen. Das führt am Ende alle Treffen zwischen den Geschäftsführern der LEO Energie und uns und alle getroffenen Vereinbarungen ad absurdum.
  • In der V-Ausschusssitzung berichtete OB Kaufmann, dass MRK die kürzeste Zeitschiene anbietet: Fertigstellung Masterplan im Februar 2019, Vorstellung Business-Case im April 2019. Die RBS wave, der zweite Favorit der LEO Energie und auch unserer, würde bis Sommer/Herbst 2019 brauchen. Vor diesem Hintergrund können wir die Entscheidung gegen RBS wave mehr als nachvollziehen. Andererseits hätte es mit Rala und tkt zwei weitere Anbieter gegeben, deren Zeitschiene interessant wäre.
  • Massiv skeptisch stimmt uns das deutlich niedrigere Angebot der MRK von ca. 35.000 Euro. Die Angebote der anderen sind mindestens doppelt so hoch. OB Kaufmann führte in der Sitzung des V-Auschusses aus, dass die Preisdifferenz im Wesentlichen aus einem „Kampfpreis“ und der Tatsache rührt, dass die MRK nur auf Basis der HOAI (Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen) Phase 3 (d.h. Entwurfsplanung und Kostenberechnung) plant. Die anderen Anbieter haben für eine wesentlich detailliertere Planung angeboten, die daher teuer ist, wir aber laut OB Kaufmann zum aktuellen Zeitpunkt nicht benötigen.
  • Unseren Recherchen nach gibt es keine HOIA 3 Planungsdefinition für FTTB-Netze. Auch die Anforderungen des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gehen unseren Informationen nach über HOAI 3 hinaus (ggf. relevant in Bezug auf Fördergelder). Diese Anforderungen flossen bei der Erstellung des „Lastenheftes“, welches wir zusammen mit den Geschäftsführern der LEO Energie erarbeitet hatten, mit ein. Warum der Auftrag nun an einen Anbieter geht, der diese Vorgabe nicht erfüllt, erschließt sich uns nicht. Auch hier hätte man sich die Mühe sparen können.
  • Die Agendagruppe Glasfaser hatte sich von Anfang an für eine detailliertere Planung, ggf. unterteilt in eine anfängliche Grob- und eine weiterführende Detailplanung, ausgesprochen. Die Angebotsaufforderung an die Anbieter ging über HOAI 3 hinaus. Auch eine umfassende Beratung im Hinblick auf verschiedene Geschäftsmodelle und die Kooperation der Region mit der Telekom wurden von uns als wichtig erachtet.

Unser Fazit:
Wir akzeptieren die Vergabe des Auftrages an die Firma MRK Media AG, sind aber über die Art und Weise des Zustandekommens verärgert. Wir haben viel Freizeit, unentgeltlich, investiert, was wir uns letztlich hätten sparen können.

Die Kommunikation und der Informationsaustausch muss deutlich verbessert werden. Fortschritte und Informationen müssen uns automatisch ohne mehrmaliges Nachfragen erreichen.

Wir haben uns von unserem neuen OB und dem herbeigerufenen „frischen Wind“ deutlich mehr erhofft. Wir spüren bisher bestenfalls ein laues Lüftchen. Unsere Erwartung an Herrn Kaufmann ist ganz klar: Reden Sie nicht nur von Chefsache, handeln Sie auch danach. Packen Sie den Glaseraufbau endlich mit der notwenigen Ernsthaftigkeit und Dynamik an.
Wenn sich das eigentliche Mammutprojekt, der flächendeckende Ausbau Leonbergs mit Glasfaser (FTTB) genauso hinzieht wie die Vergabe des Masterplans – ein winzig kleiner Baustein im Gesamtprojekt, dann sehen wir schwarz. Dieser Meinung sind sowohl die Grünen in ihrer Haushaltsrede als auch die CDU in der LKZ von heute.

Stellungnahme: LKZ-Artikel vom 7.7.

In der Leonberger Kreiszeitung ist am 07.07.2017 ein Artikel über den Vectoring-Ausbau der Telekom erschienen: Vom Schotterweg zur Autobahn. Wir möchten als Bürgerinitiative zu einigen getroffenen Aussagen in dem Artikel folgende Stellungnahme abgeben.

Im Artikel wird die Frage gestellt, wie es mit dem Glasfaserkabel bis zum Kunden aussieht, wie es von Teilen des Gemeinderats gefordert wird. Verschwiegen wird, dass nicht nur Teile des Gemeinderats Fiber To The Building/Home (FTTB/H) – also Glasfaser bis ins Gebäude – fordern, sondern auch wir als Bürgerinitiative und all unsere Unterstützer.

Weiterhin wird Herr Schuler mit den Worten zitiert „Das [= Glasfaser bis ins Gebäude, Anmerkung von uns] benötigen nur wirklich wenige, so wie nicht jeder ein Auto mit 500 PS braucht“. Automobil-Vergleiche sind im IT-Umfeld sehr beliebt, man sollte sie aber zu Ende denken: Jede/r kann beim Kauf selbst entscheiden, ob ein Auto 100 oder 500 PS haben soll. Beim Internet soll unser Bedarf aber nun fremdbestimmt werden? Das ist nicht nachvollziehbar. Außerdem werden 100 PS in 5, 10 und 100 Jahren genauso ausreichend sein wie heute. Es bestreitet aber heute niemand mehr ernsthaft, dass der Bedarf an Bandbreite steigen wird.
Auch der Aussage, dass es wenige brauchen, muss widersprochen werden. Rund 1500 Bürgerinnen und Bürger, die uns unterstützen, können nicht als ‚wenige‘ bezeichnet werden. Dass Unternehmen, Selbständige, Freiberufler und Arbeitnehmer im Home-Office mehr Bandbreite benötigen als Kupfer leisten kann, ist ebenfalls unumstritten.

Weiter wird ausgeführt, dass ab 2018 über Super-Vectoring 200 MBit/s möglich seien. Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Denn flächendeckend werden 200 MBit/s nicht erreicht werden. Alle Haushalte, die mehr als ca. 300 m vom Verteilerkasten entfernt sind, werden nicht in diesen „Genuss“ kommen. Übrigens: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfiehlt bereits heute 250 MBit/s im Download für Home-Office und Cloud-Computing. Mit Vectoring und Super-Vectoring bekommen wir nicht nur eine nicht-flächendeckende Lösung, wir laufen der Entwicklung des Internets weiter mit großem Abstand hinterher.

Völlig unerwähnt bleibt zudem die Tatsache, dass sich der Upload durch Super-Vectoring im Vergleich zum Vectoring faktisch nicht verbessert (von 40 auf 50 Mbit/s). Für Unternehmen, Home-Office und Cloud-Computing sind symmetrische Bandbreiten bereits heute notwendige Voraussetzung. Nur durch Glasfaser bis ins Gebäude lassen sich zeitgemäße Uploadraten umsetzen: Glasfasernetze bieten die Möglichkeit von gleich hohen Up- und Downloadraten.

Weiterhin werden die hohen Kosten eines Glasfaserausbaus bis ins Gebäude genannt und es positiv hervorgehoben, dass durch den Telekom-Ausbau der Stadt keine Kosten entstehen. Aber: Nicht nur der Ausbau der Telekom, auch ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser, lässt sich grundsätzlich ohne Kosten für die Stadt und die Bürger umsetzen. Noch besser: Die Stadt könnte im Idealfall mit einer Investition direkte Einnahmen generieren, zumindest aber kostendeckend operieren und indirekte Einnahmen generieren. Dazu muss die Stadt sich aber dem Thema Glasfaser öffnen. Ein Schönreden von VDSL, Vectoring und Super-Vectoring hilft Leonberg nicht weiter.

Wir verfolgen das Thema seit geraumer Zeit. Beobachtet man die Medienlandschaft und die wirtschaftlichen und politischen Debatten, stellt man fest, dass sich das Bild und die Meinung gewandelt haben: Die Kritik am Vectoring wird lauter, der Ruf nach flächendeckendem Glasfaser ebenso. Erst gestern hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Landkreis Böblingen beschlossen, „eine flächendeckende Versorgung aller Unternehmen und Privathaushalte mit Glasfaser (FTTB- bzw. FTTH-Versorgung)“ anzustreben (TOP 3).  Dieser Entwicklung kann sich die Stadt Leonberg nicht dauerhaft entziehen. Wir erwarten, dass die Stadt Leonberg diesem Beschluss folgt und ihn uneingeschränkt unterstützt.

Aufnahme als Agenda-Gruppe

Mit diesem Blog-Eintrag möchten wir über den aktuellen Stand unserer Aktivitäten informieren.

Am Donnerstag wurden wir als Agenda-Gruppe in die Lokale Agenda 21 der Stadt Leonberg aufgenommen. Die Arbeiten der Agenda-Gruppe werden sich auf einen Beratungsservice zum Thema Vectoring-Ausbau und Glasfaser konzentrieren. Details folgen in Kürze im Rahmen der Agenda-Gruppe. Außerdem haben wir viele Gespräche geführt, unter anderem mit der Stadtverwaltung. Dem Antrag unsere Agenda-Gruppe aufzunehmen wurde mit 100% Zustimmung stattgegeben. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken!

Die Telekom hat mittlerweile ihren VDSL-Ausbau für Leonberg angekündigt. Der Ausbau wird für viele eine Verbesserung mit sich bringen, ist aber auf lange Sicht gesehen nicht genug. Der Ausbau ist nicht nachhaltig, heißt, die dann verfügbaren Bandbreiten werden bereits in wenigen Jahren schon wieder zu wenig sein bzw. sind für Unternehmen und Anwendungen wie Home-Office und Cloud-Computing schon heute zu gering. Allein ein flächendeckendes Glasfasernetz (d.h. Glasfaser bis in die Gebäude) bietet die benötigten Bandbreiten und ist beliebig erweiterbar.

Ohne ein flächendeckendes Glasfasernetz katapultiert sich Leonberg ins Abseits, da andere Städte im Umkreis das Thema Glasfaser mit großem Nachdruck angehen. Wir werden dies bald in einer Übersicht zusammenfassen.

Außerdem haben wir eine Einladung zur Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Leonberg-Ramtel e. V. wahrgenommen. Dort haben der Wirtschaftsförderer der Stadt Leonberg und der Breitbandberater der Stadt über den VDSL-Ausbau der Telekom berichtet. Wir möchten an dieser Stelle Herrn Schweizer für den sachlichen Vortrag danken. Die lebhaften und kritischen Fragen der Zuhörerschaft zum Vortrag haben gezeigt: Die Anwohner haben ein vitales Interesse an einer schnellen und zukunftsfähigen Internetanbindung.

Mittlerweile haben uns 555 Unternehmen und Haushalte vertreten von rund 1.400 Leonbergerinnen und Leonbergern ihre Stimme gegeben. Wir erfahren nach wie vor Zulauf, viele Bürger und Unternehmen haben erkannt, dass VDSL nicht den Erfordernissen einer modernen und nachhaltigen Infrastruktur entspricht. Wir möchten uns für die breite Unterstützung bedanken!

Wir freuen uns über jede aktive Mithilfe, sei es im Rahmen der Bürgerinitiative oder in der Agenda-Gruppe und laden alle Interessentinnen und Interessenten dazu ein.

Interview mit der StZ

Heute ist unter dem Titel „Der Ausbau ist nicht zukunftsfähig“ein Interview mit uns in der Print- und Onlineausgabe des Strohgäu Extras der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten erschienen. Wir haben uns im Interview unter anderem zu den Nachteilen der VDSL-Technik geäußert und haben erläutert, warum wir uns für einen flächendeckenden Glasfaserausbau einsetzen. Das Interview knüpft an einen Beitrag an, der Anfang März veröffentlicht wurde. Darin wurde fälschlicherweise der VDSL-Ausbau in Gerlingen als flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser beschrieben.

Die Leonberger Kreiszeitung will den Artikel demnächst ebenfalls veröffentlichen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Cakir, der sich als Redakteur die Zeit für längere Gespräche mit uns genommen hat.

Update vom 23.03.2017:
Unser Interview wurde heute auch in der Leonberger Kreiszeitung abgedruckt.

 

Gespräch mit dem Wirtschaftsförderer…

…der Stadt Leonberg, Herrn Schweizer, und Herrn Laible (Breitband-Berater)Wir waren am Dienstag, 14.03.2017, zu Gast bei Herrn Benjamin Schweizer, der auf städtischer Seite für das Thema Breitbandversorgung verantwortlich ist. Am Gespräch hat auch Herr Oliver Laible von der Broadband Academy teilgenommen. Herr Laible ist als Berater für die Stadt tätig.

Das Gespräch war sehr offen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass Herr Schweizer das Thema Breitbandinternet konstruktiv betreut. Folgende gemeinsame, aber auch unterschiedliche Standpunkte können wir festhalten:

 

  • Herr Schweizer erachtet Glasfasernetze als die derzeit vielversprechendste Technologie zur Breitbandanbindung. Wir als Bürgerinitiative erachten ein flächendeckendes Glasfasernetz als notwendige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur.
  • Herr Schweizer unterstützt die Initiative und würde uns bei einem Interessenbündelungsverfahren und bei der Kontaktaufnahme mit den Netzbetreibern (wie zum Beispiel der Deutschen Glasfaser) unterstützen. Herr Schweizer ist im Rahmen seiner Aufgabe als Wirtschaftsförderer primär für die Belange der lokalen Unternehmen zuständig. Er sieht aufgrund der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen die kommunale Zuständigkeit und Kostenübernahme für Glasfaserinfrastrukturen überall dort skeptisch, wo private Netzbetreiber eigenwirtschaftlich tätig werden. Dies sei häufig in Wohngebieten durch Anbieter wie Unitymedia und Telekom der Fall.  Wir als Bürgerinitiative sehen die Leistungen, die die Telekom über VDSL und Vectoring erbringen kann, als mittelfristig nicht ausreichend und nicht zukunftsfähig. Wir verstehen die Skepsis gegenüber kommunaler Beteiligung, sehen aber auch, dass andere Städte und Gemeinden wie Schwerin, Sindelfingen, Konstanz und Leinfelden-Echterdingen diesen Weg gegangen sind.
  • Über den Weg zum flächendeckenden Glasfasernetz gab es unterschiedliche Auffassungen. Es bestand jedoch Einigkeit, dass im Idealfall ein Ausbau ohne zusätzliche Kosten für die Stadt und die Haushalte der anzustrebende Weg ist.
  • Herr Laible führte an, dass ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser betriebswirtschaftlich nur sehr schwer abzubilden sei. Dem stimmen wir grundsätzlich zu. Als Gegenargument kann man anbringen, dass Infrastruktur wie Straßen, Schiene und öffentlicher Nahverkehr auch nicht betriebswirtschaftlich abzubilden sind. Es bestand daher auch Einigkeit darüber, dass die Politik (EU, Bund und Land) gefordert ist, hier für die Kommunen bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Im Allgemeinen hat Herr Laible die gleichen Argumente wie die Telekom vorgetragen, was auch völlig in Ordnung ist. Wir als Bürgerinitiative, die sich einen flächendeckenden FTTB/H-Ausbau für Leonberg auf die Fahne geschrieben hat, stehen natürlich auf der Seite der Gegenargumente, sodass hier keine Einigkeit besteht. Details würden für diesen Blog zu weit führen und den Rahmen sprengen.

Insgesamt überwiegen die gemeinsamen Punkte, Uneinigkeit gab es in Details. Dass es bei diesem komplexen Thema unterschiedliche Standpunkte gibt, liegt aber in der Natur der Sache und bewerten wir daher nicht negativ. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das angenehme Gespräch und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung unseres Zieles.

Bilanz nach zwei Wochen

Zum Wochenende ein kleines Update zu unseren Zahlen.Stand heute haben uns über 300 Haushalte und Unternehmen ihre Stimme gegeben; vertreten von etwa 800 Leonbergerinnen und Leonbergern. Damit haben wir uns in der zweiten Woche mehr als verdoppelt! Vielen herzlichen Dank an alle Unterstützer. Die Zahlen werden ab heute auch in der Sidebar gezeigt.

Wir sind auf einem guten Weg. Dennoch benötigen wir weiter Ihre Unterstützung. Erzählen Sie bitte Ihren Verwandten, Nachbarn und Freunden aus Leonberg von unserer Initiative und ermutigen Sie diese uns zu unterstützen.

Um alle Flyer möglichst schnell los zu werden, brauchen wir weiterhin noch fleißige Helfer. Melden Sie sich einfach bei uns per Kontaktformular oder E-Mail. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei allen bereits aktiven Helfern.

Zu guter Letzt haben wir unsere Homepage optimiert, so dass diese jetzt schneller lädt.

Bilanz nach einer Woche

Eine Woche ist unsere Homepage nun online und öffentlich. Das bisherige Feedback ist durchweg positiv. Was hat sich innerhalb dieser einen Woche getan?

Unterstützer:
Stand jetzt haben uns 130 Unternehmen und Haushalte ihre Stimme gegeben; vertreten von 350 Leonbergerinnen und Leonbergern. Vielen herzlichen Dank an alle, die uns unterstützen! Für die erste Woche ist das ein sehr gutes Ergebnis. Dennoch hier noch einmal der Aufruf: Erzählen Sie Ihren Verwandten, Nachbarn und Freunden aus Leonberg von unserer Initiative und ermutigen Sie diese uns zu unterstützen.
Auch über weitere, aktive Unterstützer würden wir uns sehr freuen. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse haben.

Flyer:
Die ersten gut 1.500 Flyer sind verteilt. Ezach und Gartenstadt sind komplett, Ramtel und Teile von Eltingen und Höfingen sind gerade dabei. Auch hier einen herzlichen Dank an alle Helfer. Um alle Flyer möglichst schnell los zu werden, brauchen wir noch fleißige Helfer, v.a. für Eltingen, Haldengebiet, die Kernstadt, Gebersheim und Warmbronn. Melden Sie sich einfach bei uns per Kontaktformular oder E-Mail.

Webseite und Newsletter:
Wir hatten noch ein paar Fehler auf der Seite gefunden, in erster Linie der eine oder andere Link, der ins Leere geführt hat. Diese sind mittlerweile korrigiert. Wer noch Fehler findet, sollte diese uns bitte kurz melden.
Für den Newsletter haben sich ebenfalls schon einige eingetragen. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch ein paar, unbestätigte Abonnements dabei sind. Daher hier noch einmal der Hinweis: Nachdem Sie sich für den Newsletter eingetragen haben, bekommen Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit einem Link, den Sie aufrufen müssen. Sollte Sie keine E-Mail bekommen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner oder wenden Sie sich an uns.

21 kg Flyer wollen verteilt werden

Heute sind endlich unsere bestellten Flyer (A6, beidseitig bedruckt) geliefert worden – ganze 21 kg oder besser: 10.000 Stück (nein, wir haben sie nicht gezählt ;)).

Diese wollen wir nun verteilen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, ein paar Flyer zu verteilen, schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail über das Kontaktformular oder direkt an kontakt@glasfaser-leo.de. Teilen Sie uns (grob) das Gebiet mit, in dem Sie verteilen möchten, wir melden uns dann bei Ihnen. V.a. für die Stadtteile Gebersheim, Höfingen und Warmbronn brauchen wir Unterstützung, da niemand von uns vor Ort wohnt. Aber auch die übrigen Gebiete sind zu groß, als dass wir das zu dritt schaffen.

Herzlichen Dank
Ihre Bürgerinitiative

Homepage geht online

Endlich ist es soweit. Nach langer Arbeit geht unsere Homepage zur Bürgerinitiative Glasfaser für Leonberg online.

100%ig fertig ist die Seite sicher noch nicht; wir hoffen, dass soweit alles funktioniert. Sollten Sie Fehler finden oder etwas nicht funktionieren, melden Sie sich am besten direkt bei uns – per Kontaktformular oder direkt per E-Mail.

Mir persönlich gefallen der Banner der Homepage und der Banner und das Logo der Facebook- und Twitter-Seiten nicht so richtig. Es ist wahnsinnig schwer, schöne und passende Bilder mit kostenloser Lizenz zu finden. Daher möchte ich hier im ersten Blog-Eintrag einen Aufruf starten:
Falls ein Fotograf uns ein passendes Bild – gerne mit Thema Leonberg – zur Verfügung stellen möchte oder ein Designer uns einen schönen Banner oder Logo erstellen möchte, wären wir sehr dankbar dafür.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Zu guter Letzt das Wichtigste: Geben Sie uns Ihre Stimme und verschaffen Sie dem Anliegen dadurch mehr Gewicht.

Danke und viel Spaß auf unserer Homepage
Ihre Bürgerinitiative