Aufnahme als Agenda-Gruppe

Mit diesem Blog-Eintrag möchten wir über den aktuellen Stand unserer Aktivitäten informieren.

Am Donnerstag wurden wir als Agenda-Gruppe in die Lokale Agenda 21 der Stadt Leonberg aufgenommen. Die Arbeiten der Agenda-Gruppe werden sich auf einen Beratungsservice zum Thema Vectoring-Ausbau und Glasfaser konzentrieren. Details folgen in Kürze im Rahmen der Agenda-Gruppe. Außerdem haben wir viele Gespräche geführt, unter anderem mit der Stadtverwaltung. Dem Antrag unsere Agenda-Gruppe aufzunehmen wurde mit 100% Zustimmung stattgegeben. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken!

Die Telekom hat mittlerweile ihren VDSL-Ausbau für Leonberg angekündigt. Der Ausbau wird für viele eine Verbesserung mit sich bringen, ist aber auf lange Sicht gesehen nicht genug. Der Ausbau ist nicht nachhaltig, heißt, die dann verfügbaren Bandbreiten werden bereits in wenigen Jahren schon wieder zu wenig sein bzw. sind für Unternehmen und Anwendungen wie Home-Office und Cloud-Computing schon heute zu gering. Allein ein flächendeckendes Glasfasernetz (d.h. Glasfaser bis in die Gebäude) bietet die benötigten Bandbreiten und ist beliebig erweiterbar.

Ohne ein flächendeckendes Glasfasernetz katapultiert sich Leonberg ins Abseits, da andere Städte im Umkreis das Thema Glasfaser mit großem Nachdruck angehen. Wir werden dies bald in einer Übersicht zusammenfassen.

Außerdem haben wir eine Einladung zur Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Leonberg-Ramtel e. V. wahrgenommen. Dort haben der Wirtschaftsförderer der Stadt Leonberg und der Breitbandberater der Stadt über den VDSL-Ausbau der Telekom berichtet. Wir möchten an dieser Stelle Herrn Schweizer für den sachlichen Vortrag danken. Die lebhaften und kritischen Fragen der Zuhörerschaft zum Vortrag haben gezeigt: Die Anwohner haben ein vitales Interesse an einer schnellen und zukunftsfähigen Internetanbindung.

Mittlerweile haben uns 555 Unternehmen und Haushalte vertreten von rund 1.400 Leonbergerinnen und Leonbergern ihre Stimme gegeben. Wir erfahren nach wie vor Zulauf, viele Bürger und Unternehmen haben erkannt, dass VDSL nicht den Erfordernissen einer modernen und nachhaltigen Infrastruktur entspricht. Wir möchten uns für die breite Unterstützung bedanken!

Wir freuen uns über jede aktive Mithilfe, sei es im Rahmen der Bürgerinitiative oder in der Agenda-Gruppe und laden alle Interessentinnen und Interessenten dazu ein.

Vectoring-Ausbau in Leonberg kommt

Nun ist es offiziell: 12 Jahre, nachdem die Telekom damit begonnen hat ihr Netz auf VDSL auszubauen, wird die Telekom Leonberg mit VDSL und Vectoring versorgen (siehe Pressemitteilung der Stadt). Eine gute Nachricht, die wir grundsätzlich begrüßen.
Nur: Das schnelle Glasfasernetz endet in den Verteilerkästen am Straßenrand. Damit endet leider auch unsere Begeisterung. Denn danach geht es mit den alten, teils schon brüchigen Kupferkabeln weiter in die Gebäude. Was nützt eine frisch asphaltierte, sechsspurige Autobahn, wenn sich diese zwischendrin auf zwei holprige Spuren verengt? Genau, dann bildet sich Stau und der Vorteil der Zeitersparnis durch die freie Fahrt ist dahin. Dasselbe ist leider mit diesem Ausbaukonzept zu erwarten.

Das sieht wohl auch die Telekom ähnlich, denn vorsorglich berichtet man von „bis zu 100 Mbit/s“ bei „mehr als 90% der Anschlüsse“. Nun sind 50 Mbit/s auch „bis zu 100“. Dieser teils große Unterschied zwischen beworbener und tatsächlicher Geschwindigkeit wurde jüngst auch im Jahresbericht Breitbandmessung der Bundesnetzagentur scharf kritisiert. Und was ist mit den restlichen 10% der Nutzer? Die sollen weiter von der modernen Welt entkoppelt sein? Das Minimalziel der Bundesregierung, flächendeckend mind. 50 Mbit/s bis 2018, wird sich damit nicht erreichen lassen. Für Anwendungen wie Home Office und Cloud Computing empfiehlt das Weißbuch Digitale Plattformen des Bundewirtschafsministeriums schon heute 250 Mbit/s (Seite 18). Auch der Upload spielt eine immer wichtigere Rolle. Mit „bis zu 40 Mbit/s“ ist dieser schon jetzt für Home Office und Cloud Computing zu knapp bemessen und wird sich mit dem Nachfolger „Super-Vectoring“ auf lediglich „bis zu 50 Mbit/s“ nur minimal verbessern, und das auch nur im Nahbereich zum Verteilerkasten – also schon nicht mehr flächendeckend.

Deshalb bleiben wir dabei: Der Glasfaserausbau bis zu den Verteilerkästen ist ein erster guter Schritt. Um aber Leonberg fit für die digitale Zukunft zu machen, fordern und fördern wir die Verlegung von Glasfaser bis in die Gebäude. Und darauf wollen wir nicht erneut 12 Jahre warten müssen.

Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit wir auch Ihnen im Büro, im Home Office oder zuhause einen wirklich schnellen Internetanschluss ermöglichen können, der dann auf sehr lange Sicht allen Anforderungen an steigende Datenvolumen gerecht wird.

Interview mit der StZ

Heute ist unter dem Titel „Der Ausbau ist nicht zukunftsfähig“ein Interview mit uns in der Print- und Onlineausgabe des Strohgäu Extras der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten erschienen. Wir haben uns im Interview unter anderem zu den Nachteilen der VDSL-Technik geäußert und haben erläutert, warum wir uns für einen flächendeckenden Glasfaserausbau einsetzen. Das Interview knüpft an einen Beitrag an, der Anfang März veröffentlicht wurde. Darin wurde fälschlicherweise der VDSL-Ausbau in Gerlingen als flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser beschrieben.

Die Leonberger Kreiszeitung will den Artikel demnächst ebenfalls veröffentlichen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Cakir, der sich als Redakteur die Zeit für längere Gespräche mit uns genommen hat.

Update vom 23.03.2017:
Unser Interview wurde heute auch in der Leonberger Kreiszeitung abgedruckt.

 

Gespräch mit dem Wirtschaftsförderer…

…der Stadt Leonberg, Herrn Schweizer, und Herrn Laible (Breitband-Berater)Wir waren am Dienstag, 14.03.2017, zu Gast bei Herrn Benjamin Schweizer, der auf städtischer Seite für das Thema Breitbandversorgung verantwortlich ist. Am Gespräch hat auch Herr Oliver Laible von der Broadband Academy teilgenommen. Herr Laible ist als Berater für die Stadt tätig.

Das Gespräch war sehr offen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass Herr Schweizer das Thema Breitbandinternet konstruktiv betreut. Folgende gemeinsame, aber auch unterschiedliche Standpunkte können wir festhalten:

 

  • Herr Schweizer erachtet Glasfasernetze als die derzeit vielversprechendste Technologie zur Breitbandanbindung. Wir als Bürgerinitiative erachten ein flächendeckendes Glasfasernetz als notwendige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Breitband-Infrastruktur.
  • Herr Schweizer unterstützt die Initiative und würde uns bei einem Interessenbündelungsverfahren und bei der Kontaktaufnahme mit den Netzbetreibern (wie zum Beispiel der Deutschen Glasfaser) unterstützen. Herr Schweizer ist im Rahmen seiner Aufgabe als Wirtschaftsförderer primär für die Belange der lokalen Unternehmen zuständig. Er sieht aufgrund der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen die kommunale Zuständigkeit und Kostenübernahme für Glasfaserinfrastrukturen überall dort skeptisch, wo private Netzbetreiber eigenwirtschaftlich tätig werden. Dies sei häufig in Wohngebieten durch Anbieter wie Unitymedia und Telekom der Fall.  Wir als Bürgerinitiative sehen die Leistungen, die die Telekom über VDSL und Vectoring erbringen kann, als mittelfristig nicht ausreichend und nicht zukunftsfähig. Wir verstehen die Skepsis gegenüber kommunaler Beteiligung, sehen aber auch, dass andere Städte und Gemeinden wie Schwerin, Sindelfingen, Konstanz und Leinfelden-Echterdingen diesen Weg gegangen sind.
  • Über den Weg zum flächendeckenden Glasfasernetz gab es unterschiedliche Auffassungen. Es bestand jedoch Einigkeit, dass im Idealfall ein Ausbau ohne zusätzliche Kosten für die Stadt und die Haushalte der anzustrebende Weg ist.
  • Herr Laible führte an, dass ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser betriebswirtschaftlich nur sehr schwer abzubilden sei. Dem stimmen wir grundsätzlich zu. Als Gegenargument kann man anbringen, dass Infrastruktur wie Straßen, Schiene und öffentlicher Nahverkehr auch nicht betriebswirtschaftlich abzubilden sind. Es bestand daher auch Einigkeit darüber, dass die Politik (EU, Bund und Land) gefordert ist, hier für die Kommunen bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Im Allgemeinen hat Herr Laible die gleichen Argumente wie die Telekom vorgetragen, was auch völlig in Ordnung ist. Wir als Bürgerinitiative, die sich einen flächendeckenden FTTB/H-Ausbau für Leonberg auf die Fahne geschrieben hat, stehen natürlich auf der Seite der Gegenargumente, sodass hier keine Einigkeit besteht. Details würden für diesen Blog zu weit führen und den Rahmen sprengen.

Insgesamt überwiegen die gemeinsamen Punkte, Uneinigkeit gab es in Details. Dass es bei diesem komplexen Thema unterschiedliche Standpunkte gibt, liegt aber in der Natur der Sache und bewerten wir daher nicht negativ. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das angenehme Gespräch und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung unseres Zieles.

Bilanz nach zwei Wochen

Zum Wochenende ein kleines Update zu unseren Zahlen.Stand heute haben uns über 300 Haushalte und Unternehmen ihre Stimme gegeben; vertreten von etwa 800 Leonbergerinnen und Leonbergern. Damit haben wir uns in der zweiten Woche mehr als verdoppelt! Vielen herzlichen Dank an alle Unterstützer. Die Zahlen werden ab heute auch in der Sidebar gezeigt.

Wir sind auf einem guten Weg. Dennoch benötigen wir weiter Ihre Unterstützung. Erzählen Sie bitte Ihren Verwandten, Nachbarn und Freunden aus Leonberg von unserer Initiative und ermutigen Sie diese uns zu unterstützen.

Um alle Flyer möglichst schnell los zu werden, brauchen wir weiterhin noch fleißige Helfer. Melden Sie sich einfach bei uns per Kontaktformular oder E-Mail. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei allen bereits aktiven Helfern.

Zu guter Letzt haben wir unsere Homepage optimiert, so dass diese jetzt schneller lädt.

Bilanz nach einer Woche

Eine Woche ist unsere Homepage nun online und öffentlich. Das bisherige Feedback ist durchweg positiv. Was hat sich innerhalb dieser einen Woche getan?

Unterstützer:
Stand jetzt haben uns 130 Unternehmen und Haushalte ihre Stimme gegeben; vertreten von 350 Leonbergerinnen und Leonbergern. Vielen herzlichen Dank an alle, die uns unterstützen! Für die erste Woche ist das ein sehr gutes Ergebnis. Dennoch hier noch einmal der Aufruf: Erzählen Sie Ihren Verwandten, Nachbarn und Freunden aus Leonberg von unserer Initiative und ermutigen Sie diese uns zu unterstützen.
Auch über weitere, aktive Unterstützer würden wir uns sehr freuen. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse haben.

Flyer:
Die ersten gut 1.500 Flyer sind verteilt. Ezach und Gartenstadt sind komplett, Ramtel und Teile von Eltingen und Höfingen sind gerade dabei. Auch hier einen herzlichen Dank an alle Helfer. Um alle Flyer möglichst schnell los zu werden, brauchen wir noch fleißige Helfer, v.a. für Eltingen, Haldengebiet, die Kernstadt, Gebersheim und Warmbronn. Melden Sie sich einfach bei uns per Kontaktformular oder E-Mail.

Webseite und Newsletter:
Wir hatten noch ein paar Fehler auf der Seite gefunden, in erster Linie der eine oder andere Link, der ins Leere geführt hat. Diese sind mittlerweile korrigiert. Wer noch Fehler findet, sollte diese uns bitte kurz melden.
Für den Newsletter haben sich ebenfalls schon einige eingetragen. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch ein paar, unbestätigte Abonnements dabei sind. Daher hier noch einmal der Hinweis: Nachdem Sie sich für den Newsletter eingetragen haben, bekommen Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit einem Link, den Sie aufrufen müssen. Sollte Sie keine E-Mail bekommen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner oder wenden Sie sich an uns.

21 kg Flyer wollen verteilt werden

Heute sind endlich unsere bestellten Flyer (A6, beidseitig bedruckt) geliefert worden – ganze 21 kg oder besser: 10.000 Stück (nein, wir haben sie nicht gezählt ;)).

Diese wollen wir nun verteilen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, ein paar Flyer zu verteilen, schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail über das Kontaktformular oder direkt an kontakt@glasfaser-leo.de. Teilen Sie uns (grob) das Gebiet mit, in dem Sie verteilen möchten, wir melden uns dann bei Ihnen. V.a. für die Stadtteile Gebersheim, Höfingen und Warmbronn brauchen wir Unterstützung, da niemand von uns vor Ort wohnt. Aber auch die übrigen Gebiete sind zu groß, als dass wir das zu dritt schaffen.

Herzlichen Dank
Ihre Bürgerinitiative

Homepage geht online

Endlich ist es soweit. Nach langer Arbeit geht unsere Homepage zur Bürgerinitiative Glasfaser für Leonberg online.

100%ig fertig ist die Seite sicher noch nicht; wir hoffen, dass soweit alles funktioniert. Sollten Sie Fehler finden oder etwas nicht funktionieren, melden Sie sich am besten direkt bei uns – per Kontaktformular oder direkt per E-Mail.

Mir persönlich gefallen der Banner der Homepage und der Banner und das Logo der Facebook- und Twitter-Seiten nicht so richtig. Es ist wahnsinnig schwer, schöne und passende Bilder mit kostenloser Lizenz zu finden. Daher möchte ich hier im ersten Blog-Eintrag einen Aufruf starten:
Falls ein Fotograf uns ein passendes Bild – gerne mit Thema Leonberg – zur Verfügung stellen möchte oder ein Designer uns einen schönen Banner oder Logo erstellen möchte, wären wir sehr dankbar dafür.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Zu guter Letzt das Wichtigste: Geben Sie uns Ihre Stimme und verschaffen Sie dem Anliegen dadurch mehr Gewicht.

Danke und viel Spaß auf unserer Homepage
Ihre Bürgerinitiative