Häufige Fragen

Allgemein

Was ist das Ziel der Initiative?

Wir wollen erreichen, dass Leonberg ein flächendeckendes Glasfasernetz bis in die Gebäude bekommt.

Ausführliche Informationen zu unserem Ziel können Sie hier lesen.

Warum gibt es die Initiative? Ich habe gehört, dass die Telekom das Netz modernisieren will.

Die Deutsche Telekom modernisiert ihr altes Telefonnetz. Das macht das Netz zwar etwas schneller, löst aber nicht das Grundproblem: Das alte Telefonnetz ist marode und die verwendete Technik ist störanfällig. Die tatsächlich möglichen Geschwindigkeiten können deutlich unter dem Maximum liegen, auch Totalausfälle können nicht ausgeschlossen werden. Letztlich kann diese Technik nicht in dem Maße mitwachsen, wie es in naher Zukunft nötig sein wird.

Wir müssen uns also dafür engagieren, dass ein Glasfasernetz aufgebaut wird.

Warum wir eine Initiative benötigen, können Sie ausführlich hier lesen.

Müsste sich nicht die Stadt um schnelles Internet kümmern?

Rechtlich gesehen ist die Stadt dazu nicht verpflichtet. In der Zeitschrift c’t Heft 21, 2016 wurde die Frage beantwortet, ob man einen Rechtsanspruch auf einen Breitbandanschluss hat. Fazit: Es gibt keinen allgemeinen Rechtsanspruch. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Dennoch sollte auch die Stadt ein Interesse an einem Glasfaserausbau haben, da dies ein immer wichtigerer Standordfaktor wird. Daher möchten wir als Bürgerinitiative mit dem Gewicht Ihrer Stimme auf die Stadt zugehen und von der Notwendigkeit eines flächendeckenden Glasfaserausbaus überzeugen. Wir sind überzeugt, dass wir zusammen mit der Stadt dieses Ziel erreichen können.

 

Mir reichen XY Mbit/s. Wofür brauche ich noch schnelleres Internet?

Diese Frage hören wir sehr oft.
Bei der benötigten Bandbreite darf man nicht nur an heute, sondern muss auch an morgen denken. Man sagt, dass sich der Bedarf an Bandbreite etwa alle 2 Jahre verdoppelt (Mooresches Gesetz). Vielleicht hatten Sie vor wenigen Jahren noch nicht einmal einen Computer. Und morgen entdecken Sie schon neue Möglichkeiten des Internets, die da wären: Ultrahochauflösendes Streaming, Online-Speicher, Teilen von Fotoalben und Erinnerungen mit Verwandten. Ihr Internetanschluss sollte dann mitwachsen können. Nicht zuletzt kommt vielleicht die Zeit, zu der Sie Ihre Immobilie verkaufen/vermieten wollen oder müssen. Ein Glasfaseranschluss wird dabei immer selbstverständlicher.

Ein Glasfaserausbau ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauern kann. Daher müssen wir schon heute die Weichen für morgen stellen.

Warum sollte ich die Initiative unterstützen?

Eine Unterstützung durch Ihre Stimme kostet Sie nichts und Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. Mit jedem Unterstützer bekommt unser Anliegen gegenüber den Netzbetreibern, der Stadt und dem Gemeinderat mehr Gewicht. Bei ausreichend hohem Interesse findet sich erfahrungsgemäß ein Anbieter, der einen kostenlosen Glasfaserausbau durchführt. 

Das bedeutet, Sie erhöhen mit Ihrer Stimme die Chance auf eine kostenlose Erschließung mit Glasfaser. Warum sollte man sich das entgehen lassen? Auch wenn Sie heute noch keinen Gigabit-Anschluss benötigen, könnte das in wenigen Jahren anders aussehen. Wenn dann nicht wenigstens die Glasfaser in der Straße liegt, schauen Sie in die Röhre.



Glasfaser

Warum brauche ich einen Glasfaseranschluss?

Nur ein Glasfaseranschluss kann mittelfristig die notwendigen Bandbreiten bieten, die wir brauchen. Die Datenmengen verdoppelt sich im Schnitt alle zwei Jahre. Die vorhandenen Leitungen sind alt, zum Teil marode und können mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Der Bedarf wächst schneller, als dass man das Telefonnetz aufrüsten könnte. Leonberg ist mit dem vorhandenen Netz nicht zukunftsfähig.

Was ist ein Glasfaseranschluss?

Dieses vierminütige Video zeigt Ihnen auf anschauliche Weise, was ein Glasfaseranschluss ist und wie dieser bis in Ihr Haus kommt.

Bei einem Glasfaseranschluss handelt es sich um einen Telefonanschluss mit Internetzugang, bei dem die Daten nicht als elektrisches Signale über einen Kupferdraht (Telefon- oder Antennenkabel) übertragen werden. Stattdessen werden beim Glasfaserkabel optische Lichtsignale zur Übertragung verwendet. Im Gegensatz zum elektrischen Signal ist dieses optische Signal faktisch nicht störanfällig gegenüber Länge der Leitung und äußere Einflüsse wie benachbarte Telefon- und Stromkabel. Daher sind hier sehr hohe Bandbreiten jenseits der 10 Gbit/s möglich (im Labor wurden bereit über 1000 Gbit/s erreicht).

Brauche ich für einen Glasfaseranschluss einen neuen Computer oder andere neue Geräte?

Prinzipiell nein. Alle Ihre vorhandenen, internetfähigen Endgeräte wie PC, Laptop, Tablet, Smartphone, Fernseher, Drucker, etc. können über Ihr bisheriges Heimnetzwerk verwendet werden. In der Regel können Sie sogar Ihren vorhandenen Router, z.B. Ihre Fritzbox, weiter nutzen. Sie brauchen lediglich ein „glasfaserfähiges“ Modem bzw. Router, der aber vom jeweiligen Anbieter gestellt wird. Konkrete Details können erst genannt werden, wenn wir einen Anbieter gefunden haben, der Glasfaser legt.

Welche Geschwindigkeiten sind über einen Glasfaseranschluss möglich?

Hier muss man zwischen technisch möglich und aktuell angeboten unterscheiden.
Die Telekom bietet bei ihren Glasfaseranschlüssen aktuell max. 200 Mbit/s im Downstream und 100 Mbit/s im Upstream an. Die Kabelanbieter, hierzulande Unitymedia, bieten zwar über ihre kombinierte Glasfaser-Koaxialtechnik bis zu 400 Mbit/s im Download, allerdings nur bis zu 10 Mbit/s im Upload, was für Cloud-Dienste zu wenig ist. Die Kabelbetreiber machen ihr Netz derzeit fit für Gigabit-Geschwindigkeiten. Die Deutsche Glasfaser, ein Anbieter, der ausschließlich auf FTTB/H-Anschlüsse setzt, bietet aktuell 200 Mbit/s im Down- und Upload, für Firmenkunden bereits jetzt 1 Gbit/s im Down- und Upload, was für Privatkunden aber folgen wird.
Technisch ist mit einem Glasfaseranschluss noch sehr viel Luft nach oben. Aktuell sind 10 Gbit/s problemlos möglich, in den Niederlanden gibt es bereits eine Modellstadt. Aber auch bei 100 Gbit/s und mehr ist nicht Schluss. An der TU München hat man im Labor bereits die 1 Tbit/s (1000 Gbit/s) Marke geknackt. Sie sehen, Glasfaser wird für sehr sehr lange Zeit dem stetig steigenden Bedarf an Bandbreite gerecht.



Technik

Was bedeutet FTTC, FTTB, FTTH?

Bei FTTC (Fibre to the Curb) werden die Kabelverzeweiger (KVZ) an die Glasfaser abgeschlossen, die restliche Strecke vom Verzweiger zum Teilnehmer wird über die bestehende Kupferverkabelung realisiert.

Bei FTTB  (Fibre to the Building) wird auch die Strecke bis zum sogenannten Hausübergabepunkt im Keller mit Glasfaser versorgt.

FTTH (Fibre to the Home) ist fast identisch zu FTTB – bei Einfamilienhäusern wird in der Regel gar nicht zwischen FTTB und FTTH unterschieden. FTTH ist die logische Erweiterung von FTTB, wenn man bei der Frage zur Hausverkabelung zu dem Schluss kommt, dass eine Glasfaserverkabelung innerhalb des Gebäudes machbar ist.

Weitere Details können Sie hier nachlesen.

Was sind Kabelverzweiger?

Die Kabelverzweiger (KVZ) steht in der Regel am Straßenrand und sind mit mit dem Hauptverteiler über das so genannte Hauptkabel verbunden und tragen die Verzweigungskabel, durch die die umliegenden Häuser an das Netz angeschlossen sind.

Was ist DSL, ADSL und VDSL?

DSL steht für Digital Subscriber Line (deutsch: digitaler Teilnehmer-Anschluss) und steht für einen Teilnehmeranschluss, der eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit über das Telefonnetz ermöglicht.

ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line (deutsch: asymmetrischer digitaler Teilnehmer-Anschluss) und ist die zurzeit häufigste Anschlusstechnik von Breitbandanschlüssen für Privathaushalte. ADSL wurde ausgehend von der DSL-Technik entwickelt, um über die vorhandene Telefonanschlussleitung zu funktionieren, ohne die Telefonie über den Festnetzanschluss zu beeinträchtigen.

VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line (deutsch: (deutsch: digitaler Teilnehmer-Anschluss mit sehr hohen Geschwindigkeiten) und ist eine asymmetrische Übertragungstechnik, um im Festnetz höhere Übertragungsraten zu erreichen. In Deutschland wird ein VDSL-Zugang mit Übertragungsraten von meist 50 bis 100 MBit/s im Downlink (asymmetrisch) angestrebt. Allerdings wird die Geschwindigkeit von VDSL nur auf einer sehr kurzen Distanz und nur in einem Hybridnetz erreicht. Hier besteht der Leitungsweg einer Kombination aus Glasfaser- und Kupferkabel.

Weitere Details können Sie hier nachlesen.

Was bedeuten Bit/s, kBit/s, MBit/s und GBit/s.

Bit/s, kBit/s, MBit/s, GBit/s und TBit/s sind Maßeinheiten für Übertragungsgeschwindigkeiten von Daten.

  • Bit/s steht für für die Übertragungsrate von einem Bit pro Sekunde.
  • kBit/s steht für die Übertragungsrate von einem Kilobit, also 1000 Bits pro Sekunde.
  • MBit/s steht für die Übertragungsrate von einem Megabit, also eine Million Bits pro Sekunde.
  • GBit/s steht für die Übertragungsrate von einem Gigabit, also eine Milliarde Bits pro Sekunde.

Alle Telekommunikationsanbieter geben ihre Geschwindigkeiten in der Regel in Mbit/s an. Acht Bits entsprechen einem Byte. Die gängigsten Betriebssystem wie Windows zeigen z.B. beim Kopieren einer Datei oder Herunterladen einer Datei aus dem Internet die Geschwindigkeit in z.B. MByte/s an. Beachten Sie beim Messen und Vergleichen von Geschwindigkeiten, ob diese in Bit/s oder Byte/s angegeben sind. Wenn Sie z.B. einen ADSL 16 MBit/s Anschluss im Telekomnetz haben, wird Ihnen Windows maximal 2 Mbyte/s als Downloadgeschwindigkeit anzeigen.

Was ist Vectoring?

Vectoring ist ein Verfahren, das zur Erhöhung der Datenrate eingesetzt wird. Dabei werden die Einschränkungen der Datenraten, die durch Fremd- und Störsignale, durch Interferenzen, Übersprechen und Nebensprechen auf den DSL-Leitungen der Teilnehmeranschlussleitung entstehen, rechnerisch kompensiert.

Nach einem FTTC-Ausbau kann die Telekom unter Einsatz der Vectoring-Technik im günstigsten Fall Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream anbieten. Diese Werte können aber nur unter den besten Rahmenbedingungen erreicht werden, d.h. in der Realität liegen die Werte oft deutlich darunter.

Die Bandbreite hängt u.a. mit der Qualität der Leitung und der Entfernung vom Kabelverzweiger zusammen. Je länger/dünner/älter das Kupferkabel desto geringer die tatsächliche Bandbreite. Sehr alte und marode Telefonleitungen können für VDSL und Vectoring sogar gänzlich ungeeignet sein. Betroffene Haushalte werden also von einem FTTC-Ausbau nicht profitieren.

Muss ich meine Hausverkabelung erneuern?

Diese Frage kann man pauschal nicht beantwortet, da es auf die individuelle Situation im Gebäude und die vom Anbieter verwendete Technik ankommt. Details zur Hausverkabelung werden kommen, sobald wir einen Anbieter gefunden haben, der in Leonberg Glasfaser legt.

Eine mögliche Vorgehensweise ist in diesem zweiminütigen Video veranschaulicht.